BAD NEUSTADT
SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher besucht Siemens und tadelt Seehofer
Auf Zeit spielen und auf den Zusammenbruch des Widerstands hoffen, damit wird der Siemens-Vorstand beim Kampf gegen den geplanten Arbeitsplatzabbau in Bad Neustadt kein Glück haben.
das stellte Jens Öser von der IG-Metall klar.
Er machte das vor dem Siemenstor in der Bahnhofstraße in Bad Neustadt deutlich, als er gemeinsam mit dem Betriebsratsvorsitzenden Bernhard Omert und zusammen mit rund 600 demonstrierenden Siemensianern den SPD-Fraktionsvorsitzenden im bayerischen Landtag, Markus Rinderspacher und die SPD-Abgeordnete Sabine Dittmar empfing.

Rinderspacher, der kurz nach der Ankündigung der Entlassungen schon einmal beim Siemens in Bad Neustadt war, rief die Siemensianer auf, weiter wie bisher solidarisch gegen die Stellenabbaupläne zu kämpfen. Es sei bewundernswert, wie die gesamte Region aufgestanden sei, um mitzukämpfen.
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Der SPD-Fraktionsvorsitzende bezeichnete es als beschämend, dass sich in München nichts tut. Rinderspacher hält es sogar für möglich, dass der Ministerpräsident seit seinem Gespräch mit Löscher am 11. Februar von den Siemensplänen weiß, auch im IT-Bereich rund 2000 Stellen abzubauen, wie es jetzt vom Vorstand angekündigt wurde.
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Es gehe bei so einer ernsten Sache wie dem geplanten Personalabbau nicht um politisches Theater. Vielmehr müsse Seehofer den Fall Siemens ebenso zur Chefsache macht, wie er es damals bei Quelle getan habe.
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Auch dem Vorstandsvorsitzenden Peter Löscher riet Rinderspacher, Bad Neustadt zu besuchen. Dann könne er persönlich feststellen, welch hoch motivierte Mitarbeiter in Bad Neustadt für Siemens arbeiten um hochwertige Produkte herzustellen.
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SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Dittmar forderte von Horst Seehofer, er solle klar formulieren, dass der Personalabbau nicht akzeptiert wird. Sie unterstrich damit, die Haltung Rinderspachers, der sagte, es genüge nicht, über sozialverträglichen Stellenabbau zu reden und als Ausgleich einen Strukturwandel zu fordern, von dem keiner wisse, wie der überhaupt aussehen könnte. Er machte klar, und forderte dazu auf, für den Erhalt der 840 Stellen zu kämpfen.
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